Räucherchips: Jetzt wird der Grill zum Räucherofen

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Räucherchips sind eine einfache Möglichkeit, Grillen und Räuchern zu verbinden. In unserer Räucherchips Anleitung zeigen wir dir, wie es geht, geben Beispiele zur Räucherchips Anwendung sowie einen Überblick darüber, welche Räucherchips du kaufen kannst sowie wann du Räucherchips wässern solltest.

Wann kommen Räucherchips zum Einsatz?

Für den typischen Grillgeschmack ist eine möglichst intensive Hitze entscheidend. Ein angenehm würziges Räucheraroma hingegen erreichst du schon bei sehr viel niedrigeren Temperaturen. Sie unterstützen den Garprozess, beeinflussen jedoch selber den Geschmack weniger.

Letzteres geschieht beim Räuchern durch ein Hilfsmittel. Genau das ist der Moment, in dem Räucherchips, gelegentlich auch Woodchips genannt, ins Spiel kommen.

Was sind Räucherchips?

Bei Räucherchips handelt es sich um kleine Holzschnipsel. Du kannst Räucherchips kaufen, die aus unterschiedlichen Hölzern bestehen oder beispielsweise mit Whiskey aromatisiert sind.

Ziel ist es, dass sie auf dem Grill nicht in einer offenen Flamme verbrennen, sondern bei angemessener Rauchentwicklung verschwelen. Der Rauch soll das Grillgut umschließen und dabei langsam seine Aromen übertragen.

Was sind die Alternativen zu Räucherchips?

Statt Räucherchips zu kaufen, kannst du übrigens ebenfalls einige weitere Räucher-Hilfen verwenden:

  • Räuchermehl: Eine sehr klassische Wahl ist Räuchermehl. Das altbekannte Produkt schwelt allerdings schon bei sehr niedrigen Temperaturen und wird daher am besten beim Kalträuchern eingesetzt.
  • Räucherspäne: Sie stehen zwischen Mehl und Chips. Damit finden sie noch beim Kalt- schon aber auch beim Heißräuchern Verwendung. Je höher jedoch die Temperaturen werden, desto eher können die Späne auf Kosten ihrer Räucherwirkung entflammen.
  • Räucherchunks: Dabei handelt es sich um Riesen-Chips oder Mini-Holzscheite. Ihr ideales Einsatzgebiet ist der Smoker. Dort geben sie über einen sehr langen Zeitraum kontinuierlich allerdings in geringer Menge Rauch ab.
  • Räucherholz: Hierunter können ebenso Räucherbretter verstanden werden wie Wood-Wraps. Die Bretter dienen beim indirekten Grillen als Rauch-abgebende Unterlage für das Grillgut. Mit den Wraps kann es sogar ganz umwickelt werden, womit es saftiger bleibt und intensivere Rauchnoten annimmt.

Was sind die Vorteile von Räucherchips?

In unserer Räucherchips Anleitung wollen wir uns aber auf die immer beliebter werdenden Chips konzentrieren. Tatsächlich sind sie mit einigen Vorteilen verbunden:

  • Vielseitig: Die kleinen Chips zum Räuchern kannst du für den Räucherschrank nutzen oder auch für die verschiedenen Holz- sowie Holzkohlegrills inklusive Barbecue-Smoker. Außerdem sind sie für den Einsatz auf dem Elektro- und den Gasgrill geeignet.
  • Zahlreiche Sorten erhältlich: Für praktisch jede Räucher-Anwendung kannst du aus einem umfangreichen Angebot unterschiedliche Räucherchips kaufen.
  • Einfach in der Handhabung: Schon nach kurzer Zeit beginnen die Chips bei sehr starker Rauchentwicklung zu schwelen.
  • Leicht dosierbar: Die Glimmdauer von Räucherchips ist begrenzt. Damit hast du die Möglichkeit, deinem Grillgut einen leichten Räucher-Touch zur Veredelung zu geben. Du kannst aber auch problemlos ein- oder mehrmals Chips nachlegen und so die Räucherdauer ganz an deine Wünschen anpassen.
  • Gut aromatisierbar: Räucherchips nehmen begierig Flüssigkeiten wie Whiskey, Rum oder Wein auf. Auf diese Weise gibst du deinem Räucher-BBQ einen unbeschreiblich aromatischen Pfiff. Aber Vorsicht: Für die Verwendung auf dem Elektro- oder Gasgrill sollten die Chips höchstens befeuchtet werden.

Welches Holz steht für welches Aroma?

Die vielen Holzsorten, in denen du Räucherchips kaufen kannst, lassen sich grob in zwei Klassen unterteilen: Obsthölzer und klassische beziehungsweise Laubhölzer.

Die meisten Obsthölzer geben ein leichtes und ins Fruchtig-Süßliche gehende Aroma ab. Sehr beliebt sind hier Räucherchips aus Kirsch- oder Apfelholz. Sie sind insbesondere auch für die Räucherchips Anwendung durch Anfänger geeignet, da sie auch bei leichter Überdosierung das Grillgut nicht ‚überräuchern‘.

Klassische Hölzer zum Räuchern sind Laubhölzer. Schon milde Sorten wie Buchenholz-Chips sind deutlich kräftiger als Obsthölzer und betonen die typischen Rauch-Aromen. Noch intensiver sind Chips aus dem Wallnussgewächs Hickory und eine Spitzenposition nimmt das Holz des Hülsenfrüchtlers Mesquite ein.

Ahorn

  • Rauchig-mild, süßliche Note
  • Schwein, Geflügel, Wildgeflügel

Apfel

  • Leicht süß und fruchtig
  • Schwein, Geflügel, Fisch (insbes. Lachs), Gemüse

Buche

  • Der Klassiker, wie man ihn hierzulande von Räucherfisch und vielen Wurst- und Schinkenspezialitäten kennt.
  • Alle Fleischsorten, Fisch und auch Gemüse

Eiche

  • sehr kräftiges Raucharoma
  • Rind, Lamm, Rostbratwurst, Schwein

Erle

  • Mildes und feines Raucharoma
  • Seafood, Gemüse

Hickory

  • Eine Art von Bacon Aroma, angenehm scharf
  • Rind, Schwein, Lamm, Huhn, Fisch

Kirsche (eng. Cherry)

  • Süß und fruchtig
  • Alle Fleischsorten, besonders jedoch für Pulled Pork geeignet

Mesquite

  • sehr starken und dominantes Aroma
  • Rind, Lamm und Gemüse

Walnuss

  • Sehr kräftige Eigennote, kann sehr gut mit Kirsche gemischt werden
  • Rind, Wild, Gemüse

Whiskey-Fass (Chips)

  • Sehr kräftig im Geschmack, meist mit gut erkennbarer Whiskeynote
  • Kann für Fleisch und Gemüse sehr gut verwendet werden

Welche Räucherchips für welches Grillgut?

Mild-fruchtige Apfelholz-Chips sind ideal für zartes Geflügel, wie dem Huhn im Smoker Grill, das wir an anderer Stelle vorgestellt haben. Reizvoll sind sie auch für Schweinefleisch sowie weniger deftiges Rindfleisch und bieten eine interessante Räucherchips-Alternative für Fisch. Besonders hochwertig hier sind Premium Räucherchips Apfel von Grill Republic.

Vom gleichen Hersteller stammen die Premium Räucherchips Kirsche, die ebenfalls für Geflügel, Schwein, Rind sowie Fisch geeignet sind, wenn du einen etwas süßlichen Akzent setzen willst.

Buchen-Chips wie die Premium Räucherchips Buche kommen klassischerweise vor allem beim Fisch wie Lachs oder Forelle zum Einsatz. Allerdings sind Buchen-Chips nahezu universell einsetzbar. Es gibt kaum ein Grillgut zu dem der milde Rauch der Buche nicht passt, außer du willst einen durchdringenden Rauchgeschmack.

Dann solltest du dich für Hickory-Chips entscheiden, die wir als Premium Räucherchips sowie als Weber Räucherchips – Hickory (Affiliate Link) empfehlen. Hier darf es auch schon mal deftigeres Grillgut sein. So kannst du zum Beispiel 3-2-1 Spareribs (Rezept Blog) mild mit Buche oder intensiv mit Hickory räuchern.

Eine interessante Alternative sind des Weiteren Mischungen oder aromatisierte Räucherchips. Weber bietet hier eine milde Kombination aus Laub- und Obsthölzern an, die insbesondere auf Fisch und Meeresfrüchte (Weber Seafood Räucherchips, Affiliate Link) abgestimmt ist, sowie eine Medium Mischung vornehmlich für Schweinefleisch (Weber Pork Räucherchips, Affiliate Link) . Die kräftigen Whiskey Räucherchips von Weber schließlich eignen sich auch für Lamm und Wild.

Tipp

Mit ein wenig Erfahrung gelingt es dir auch selber, durch das Mischen verschiedener Hölzer individuell komponierte Raucharomen zu kreieren.

Räucherchips auch für Gemüse und Obst?

Das Räuchern von Fleisch und Fisch ist bekannt und beliebt. Aber ist das aromatisierende Dampfbad auch für Obst und Gemüse geeignet? Tatsächlich kannst du selbst vieles von dem, was du im Garten erntest, räuchern.

Gemüse wie Paprika gelingt hervorragend mit Buchen-Chips. Andere Sorten wie Zucchini oder Tomaten kannst du mit Apfel-Chips räuchern. Räucherchips aus Kirschholz kannst du für fast jedes Gemüse und sogar für Obst einsetzen.

Welche Hölzer dürfen nicht verwendet werden?

Einige Hölzer kommen übrigens für eine Räucherchips Anwendung nicht infrage. Dazu zählen stark harzhaltige Nadelhölzer. Die Harze würden übermäßig viele Bitterstoffe an das Gargut bringen und es schnell sehr dunkel werden lassen.

Lediglich die Tanne hat ihren Platz in der Räucherwelt. Dieser beschränkt sich aber im Wesentlichen auf das Kalträuchern von Schinken. Neben harzhaltigen Hölzern sind auch Hölzer mit hohem Ölgehalt für das Räuchern ungeeignet, da ihr Rauch Unwohlsein und Schwindel auslösen kann.

Vornehmlich davon betroffen sind die meisten Eukalypten-Arten sowie Hölzer aus der Gattung der Lebensbäume oder Thujen.

Klar ist auch, dass weder behandeltes oder beispielsweise mit Leim verarbeitetes Holz auf den Grill gehört noch Altholz, das unter anderem von Masten oder Bahnschwellen stammt. Hölzer, die durch Fäulnis oder andere Einflüsse beeinträchtigt sind, haben ebenfalls nichts beim Räuchern zu suchen.

Außerdem schließlich ist frisches Holz zu meiden, welches übermäßig qualmt und dabei auch unerwünschte Stoffe abgibt. Ein Augenmerk gilt hier der Eiche, die vor der Nutzung als Räucherholz sehr sorgfältig abgelagert und getrocknet werden muss.

Um auf der sicheren Seite zu sein, solltest du keine Räucherchips kaufen, die lose oder mit unbekannter beziehungsweise nicht überprüfbarer Zusammensetzung angeboten werden. Räucherchips, die in Deutschland offiziell im Handel sind, fallen übrigens unter das Lebensmittelrecht. Für sie gibt es detaillierte Vorschriften, die Holzbeschaffenheit, Trocknung und vieles mehr regeln.

Auf diese Qualitätsmerkmale solltest du achten

Holz kann nicht in gleichmäßig große Chips gehäckselt werden. Außerdem hinterlässt die maschinelle Bearbeitung Holzmehl und -späne. Für hochwertige Räucherchips werden diese Staubanteile herausgefiltert.

Überdies sorgen verschiedene Siebe für eine relativ gleichmäßige Körnung genannte Größe der Räucherchips. Außerdem sollten Rinden-Anteile weitgehend entfernt werden.

Tipp 2

Eine gute Qualität erhältst du mit rindenfreien Räucherchips, deren Körnung 5 mm nicht unterschreitet sowie 15 mm nicht übersteigt und die nicht von Abfallholz stammen.

Eine Problematik bei den Chips zum Räuchern ist nämlich, dass vor allem bei nicht heimischen Hölzern wie Hickory oft auf Abfälle der Möbelindustrie in Osteuropa oder Fernost zurückgegriffen wird. So entstehen zwar preiswerte aber minderwertige Räucherchips, die bei geringer Rauchentwicklung schneller verglimmen.

Ein weiteres Qualitätsmerkmal schließlich ist die Verpackung der Chips. Sie sollte nicht nur lichtschützend und feuchtigkeitsabweisend sondern auch wiederverschließbar sein. Dadurch bleiben die empfindlichen Räucherchips vor Schädlingsbefall und anderen Umgebungseinflüssen geschützt.

Allgemeine Räucherchips Anleitung?

Bei der Räucherchips Anwendung geht es darum, dass der entstehende Rauch möglichst intensiv auf das Grillgut einwirken kann. Auf einem offenen Grill aber entweicht sehr viel Rauch. Daher ist das Vorhandensein einer Grillhaube für das Räuchern empfehlenswert sowie oft unabdingbar.

Das ist auch deswegen wichtig, um den Sauerstoffgehalt im Grillraum möglichst niedrig zu halten. Andernfalls können die Chips nämlich leicht in Brand geraten.

Die Räucherchips selber entzündest du nicht. Sie kommen einfach auf die gut vorgeheizte Hitzequelle. Ob dies offen oder in einem Behälter wie einer Räucherbox geschehen sollte, hängt von der Art des Grills ab.

In nahezu jedem Fall jedoch nutzt du für das Räuchern mit Chips die Methode des indirekten Grillens. Das bedeutet, dass Hitzequelle und Räucherchips sich auf einer oder beiden Seiten befinden und das Gargut auf der anderen oder in der Mitte.

Auch musst du vor dem Auflegen des Grillgutes abwarten, bis sich der erste Rauch entwickelt. Danach solltest du den Grill so schnell wie möglich schließen.

Aus welchem Grund sollte ich Räucherchips wässern und ist dies immer erforderlich?

An der Frage, ob du Räucherchips wässern oder trocken nutzen solltest, entzweien sich die Geister. Die meisten Hersteller empfehlen zumindest beim Einsatz auf Holzkohle das Wässern und geben dafür Zeiten zwischen 15 und 30 Minuten vor. Wichtig ist, dass die Chips sich dabei vollständig unter der Wasseroberfläche befinden.

Nach dem Wässern tropfst du die Chips gut ab. Damit verhinderst du, dass Tropfen auf der Holzkohleglut spritzend verdampfen und dabei Staub auf das Grillgut verteilen.

Tatsächlich hilft das Wässern, dass die Räucherchips, falls sie direkt auf die Glut gegeben werden, bei anfänglicher Sauerstoffzufuhr nicht unmittelbar abbrennen. Auch verlängert sich die Rauchdauer, wobei die Temperatur bei Zugabe von gewässerten Chips jedoch etwas zurückgeht.

Tipp 3

Du kannst natürlich deine Räucherchips auch ‚Wässern‘, indem du sie in Apfelsaft oder einen guten Tropfen vom Winzer, Braumeister beziehungsweise aus der Destille gibst. Dann allerdings sollten die Chips mindestens einen ganzen Tag in der Flüssigkeit verweilen.

Solltest du eine Räucherbox oder einen anderen geeigneten Behälter verwenden, brauchst du deine Räucherchips nicht zu Wässern.

Räucherchips Anleitung zur benötigten Menge

Wie viele Räucherchips du benötigst, hängt von der Größe deines Grillraums sowie von der Menge an Grillgut auf dem Rost ab. Die meisten Räucherboxen nehmen eine gute Handvoll oder rund 50 g Chips auf. Das ist vielen Fällen auch dann genug, wenn du die Chips direkt auf die Glut gibst.

Mit dieser Menge wirst du meist schon einen starken Räucher-Effekt erzielen können. Gerade bei Hölzern, die wie Hickory oder Mesquite intensive Raucharomen abgeben, solltest du bei der Menge eher zurückhaltend sein.

Sinnvoller ist es, etwas weniger Räucherchips zu verwenden, und im Bedarfsfalle nachzulegen, als zuviel abglimmen zu lassen und ein bitteres Ergebnis zu riskieren. Willst du nur eine Rauchnote zur Abrundung des Geschmacks erzielen, können ohnehin bereits vielleicht 20 g Räucherchips reichen.

Müssen Räucherchips immer in die Räucherbox?

In Grills, die mit Holzkohle betrieben werden, kannst du die Räucherchips auch direkt auf die Glut geben. Im Elektro- oder Gasgrill hingegen geht es nicht ohne ein geeignetes Behältnis. Während es im Gasgrill direkt auf den Brenner kommt, darf es im Elektrogrill die Heizelemente nicht berühren und findet auf dem Rost Platz.

Es muss allerdings nicht immer eine Räucherbox sein. Zum Testen, ob das Räuchern wirklich etwas für dich ist, kannst du einfach auch ein Stück Alufolie nehmen. Darauf gibst du die Chips und wickelst sie zu einem an allen Seiten geschlossenen Paket ein. Dieses stichst du mehrfach beispielsweise mit einer Gabel ein, damit der Rauch entweichen kann.

Eine andere Alternative sind Aluwannen, die du leer auch an einzelne Grillmodelle angepasst oder bereits fertig mit Chips gefüllt günstig kaufen kannst. Nachteil bei allen diesen Alu-Behältnissen ist indes, dass es sich dabei um Einweg-Lösungen handelt.

Die Empfehlung gilt daher der Räucherbox, zumal auch hochwertige Ausführungen wie die Blumtal Smoker Räucherbox aus rostfreiem Edelstahl nicht allzu kostspielig sind.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um die Räucherchips in den Grill zu gegeben?

Willst du einen kräftigen Rauchgeschmack, sollten die Räucherchips von Anfang an mit dabei sein. In diesem Fall gibst du sie in den Grill, wenn die optimale Hitze erreicht ist. Wie du jeweils genau vorgehst, hängt von der Art deines Grills ab.

Als Alternative kannst du deinem Grillgut nur eine ganz leichte Rauchnote verleihen. Dann kommen die Chips erst in den letzten Minuten der Grillzeit hinzu. Das gibt dir auch die Möglichkeit, zunächst beispielsweise ein Steak bei höherer Hitzeeinwirkung direkt zu grillen, um dann zum Erreichen des gewünschten Gar-Punktes sowie zum Räuchern die indirekte Variante bei geschlossenem Deckel zu wählen.

Räucherchips Anleitung für den Kohlegrill

Dem flachen Kohlegrill fehlt der Deckel. Das ist für den Einsatz von Räucherchips ungünstig. Dennoch kannst du auch hier vorzügliche Ergebnisse zumindest bei Kurzgebratenem wie Steaks und Burgern erzielen.

Ganz wichtig ist beim Flachgrill, die Räucherchips gut zu wässern und danach abzutropfen. Die Chips kommen auf die rotglühenden Kohlen. Am besten nimmst du hier kräftigere Hölzer wie Wacholder, Eiche, Mesquite oder Hickory.

Tritt der erste Rauch aus, kommt das Fleisch auf den Grill – und zwar anders als bei allen anderen Grills direkt über der Hitze-/Rauchquelle.

Tipp 4

In einer Räucherbox direkt auf der Glut geben die Chips etwas länger Rauch ab.

Auch beim Kugelgrill lässt du die Holzkohle zunächst rotglühend werden, bevor du die Räucherchips darüber gibst. Allerdings wählst du hier die Methode des indirekten Grillens. Das heißt, die Kohle kommt nur auf eine Seite.

Sobald die Chips Rauch abgeben, legst du das Grillgut an der gegenüberliegenden Seite auf den Rost und schließt den Deckel. Hier sind längere Rauchzeiten möglich und du kannst neben intensiven Hölzern sinnvoll auch mildere Obst- oder Buchenhölzer verwenden.

Tipp 5

Mit der Minion-Methode oder dem Aufbau eines Kohlerings ist ein Garen/Räuchern über einen sehr langen Zeitraum von bis zu rund einem Tag möglich. Hier ist ein Wässern der Chips nicht erforderlich und du kannst sie auf die noch nicht glühenden Kohlen geben.

Räucherchips Anleitung für den Gasgrill

Zuerst bringst du den Gasgrill auf Betriebstemperatur. Da du eine Räucherbox verwendest, brauchst du die Räucherchips nicht zu wässern. Die Box legst du direkt auf einen heißen Brenner. Stattdessen kannst du selbstverständlich auch eine Aluwanne oder ein selbstgebautes Päckchen aus Alufolie verwenden, das du mit einer Gabel oder einem anderen spitzen Gegenstand mehrfach eingestochen hast.

Direkt dürfen die Chips nicht auf den Brenner. Beim Abbrennen würden sie dort Beschädigungen oder zumindest schwer beziehungsweise unmöglich zu reinigende Verschmutzungen verursachen.

Wieder kommt das Grillgut auf die gegenüberliegende Seite. Falls du einen Gasgrill mit mindestens drei Brennern hast, kannst du auch mit zwei Behältnissen arbeiten, die du je auf eine Außenseite platzierst, um die Mitte zum indirekten Grillen zu nutzen.

Räucherchips Anleitung für den Elektrogrill

Auch beim Elektrogrill brauchst du die Räucherchips nicht zu wässern. Sie kommen wieder in der Räucherbox oder einem geeigneten Einweg-Alu-Behältnis auf den gut vorgeheizten Grill. Die Behälter dürfen jedoch keinesfalls auf den empfindlichen Heizelementen Platz nehmen, sondern kommen auf den Rost.

Daher wird es hier auch etwas dauern, bis sich der erste Rauch entwickelt. Ist das geschehen, legst du dein Gargut neben die Box und schließt den Deckel.

Räucherchips Anleitung für den Smoker

Nach dem Anfeuern und Auflegen der glühenden Kohlen gibst du bei einer Temperatur von etwa 120 °C die Chips darüber. Vorher Räucherchips wässern nicht vergessen. Wichtig ist, dass du die Feuerbox nach der Zugabe der Chips schnell schließt.

Auf den weißen Rauch kommt es an

Ideal ist es, wenn der Rauch der Räucherchips weiß aufsteigt. Wird er dicker und etwas dunkler ist das ein Zeichen dafür, dass du zu viele Chips verwendest hast. Steigen aber tief dunkle oder gelblich-orange Schwaden auf, sind andere, möglicherweise schädliche Stoffe im Spiel und du solltest den Rauch nicht mehr verwenden.

Woran liegt es, wenn die Räucherchips verbrennen?

Das Verbrennen von Räucherchips ist ein Problem, welches hauptsächlich bei der direkten Verwendung auf glühender Kohle auftreten kann. Hier kommen Trockenheit sowie ein reichhaltiges Sauerstoffangebot zusammen.

Schließt du den Deckel des Grills also nicht schnell genug oder hast du die Chips nicht oder nicht ausreichend gewässert, können sie in Flammen aufgehen. Ein anderer Grund kann sein, dass die Glut zu frisch ist und die Kohlen noch nicht von einer Ascheschicht umgeben sind.

Abhilfe schaffst du, indem du die Räucherchips gründlich wässerst, abwartest, bis die Kohlen gut durchgeglüht sind und den Grill nicht zu lange offen lässt.

Räucherhölzer selbst herstellen

Klar ist es möglich, dass du dir dein Räucherholz selber herstellst. Natürlich musst du dich dabei auf geeignete Hölzer beschränken. Auch kannst du kein Holz verwenden, dass du wegen Fäulnis oder anderen Beeinträchtigungen geschlagen hast. Nur gesundes, nicht zu altes Holz ist geeignet.

Verwendest du die Rinde mit, muss sie frei von Schimmel oder anderem Befall sein. Außerdem musst du das Holz fachgerecht ablagern, trocknen und aufbewahren. Bei Räucherchips kommt das Häckseln sowie das Sortieren in gewünschte Größen hinzu.