Bruschetta vom Oberhitzegrill

Bruschetta vom Oberhitzegrill – Antipasti wie beim Italiener

Bekannt ist Bruschetta als ebenso köstliches wie appetitanregendes Extra beim Italiener. Mit Bruschetta vom Oberhitzegrill kannst du aber auch bei dir zuhause ganz einfach dich und deine Gäste verwöhnen. Außerdem haben wir uns angeschaut, woher Bruschetta eigentlich stammt.

Viele Bruschetta-Variationen in Italien


Da traditionelle Rezepte fast immer von dort kommen, wo ihre Zutaten zum täglichen Leben gehören, findest du mit dem Blick auf den italienischen Stiefel schnell die Regionen, in denen Tomaten und Oliven für die Landwirtschaft bedeutend sind. Wir befinden uns also im Gebiet von der mittelitalienischen Toskana bis zum südlichen Mezzogiorno.

In jeder Region wird Bruschetta etwas anders genossen. Die bei uns am weitesten verbreitete Version, für die neben weißem Brot mit kräftiger Kruste Tomate, Basilikum, Knoblauch, Olivenöl sowie Salz und Pfeffer benötigt werden, ist typisch für die Mittelmeerküste bis nach Neapel. Wir haben uns außerdem von der kalabrischen Variante inspirieren lassen, die Oregano statt Basilikum vorsieht.

Die Bezeichnung als ‚Arme-Leute-Essen‘ ist übrigens nicht ganz richtig. In Italien lieben Arme ebenso wie Reiche seit vielen Generationen ihre Bruschetta. Im Original entsteht die Antipasti indem du das Brot anröstest und mit einer halbierten Knoblauch-Zwiebel einreibst. Darüber kommen großzügig Olivenöl sowie Salz und Pfeffer aus der Mühle.

Als Verfeinerung gibst du das Ragout aus gehackten Tomatenfilets und den weiteren Zutaten darüber. Für den Oberhitzegrill haben wir das Rezept etwas abgewandelt.

Vorbereitungen für das Bruschetta Grillen

Zunächst einmal bereitest du für deine Bruschetta vom Oberhitzegrill den Belag vor. Bereits mindestens eine Woche vorher gibst du allerdings die geschälten und halbierten Knoblauchzehen in Olivenöl. Ob du am Tag der Zubereitung aber die Tomaten schälst oder nicht ist Geschmackssache.

Ziehst du diese Variante vor, kannst du die Tomaten leicht anschneiden, in sehr heißem Wasser blanchieren und danach die Haut einfach abziehen. Wenn die Tomaten nicht zu reif sind, geht es aber auch ohne Erhitzen mit einem Sparschäler.

Mit oder ohne Haut viertelst du die Tomaten, scheidest die grünen Strunk-Ansätze ab und entfernst mit einem Messer oder einem Teelöffel das Kerngehäuse. Jetzt hast du die Tomatenfilets, die du in mittelgroße Würfel schneidest.

Für je drei normal große Tomaten benötigst du eine kleine bis mittelgroße rote Zwiebel. Diese schneidest du in feine Würfel. Das heißt, du schälst und halbierst die Zwiebel und schneidest in sehr feine Streifen, die du nicht ganz bis zum Zwiebel-Strunk durchziehst. Es entsteht ein Fächer. Jetzt kannst du im 90-Grad-Winkel die Würfel schneiden.

Gewürfelte Tomaten und Zwiebeln würzt du mit Salz und Pfeffer aus der Mühle sowie frischen Kräutern der Provence. Sie bestehen aus Bohnenkraut, Lorbeer, Oregano, Rosmarin, ein wenig Salbei und Thymian. Die Basilikum-Variante ist für Bruschetta vom Gasgrill nicht empfehlenswert, da das Kraut keine Hitze verträgt.

Tipp 1

Ein paar Kapern können den Geschmack der Tomaten-Zwiebel-Mischung angenehm verfeinern.

Vorbereitungen für das Bruschetta Grillen

Als Brot brauchst du nicht unbedingt Pane Pugliese. Es reichen auch Ciabatta oder ein Baguette. In jedem Falle solltest du die Scheiben nicht zu dünn schneiden – sie sollen ja gut vom leckeren Knoblauchöl aufnehmen, das du nicht zu knapp darüber träufelst.

Währenddessen kannst du den Oberhitzegrill aufheizen. Bei einem Modell wie dem Tepro Toronto Steakgrill dauert das nur knapp zwei Minuten.

Gut belegt mit dem Tomaten-Zwiebel-Ragout kommen die Bruschetta-Scheiben auf das Grillrost in mittlerer Position. Während deine Bruschetta grillen, bleib in jedem Fall beim Oberhitzegrill. Wenn die Brotkruste beginnt schwarz zu werden, ist dein Bruschetta vom Gasgrill fertig.

Tipp 2

In Katalonien heißt ein sehr ähnliches Gericht Pa amb tomàquet oder insbesondere auf Mallorca Pa amb oli. Die Zubereitung ist sehr ähnlich, nur kommt oft noch eine Scheibe Schinken – in unserem Falle Serrano- oder Parmaschinken nach dem Grillen – über die Tomatenbrote.