White Tiger Garnelen vom Oberhitzegrill

Garnelen im Oberhitzegrill mit einem Hauch von Provence

Saftige Steaks mit krosser Kruste aus dem 800-Grad-Grill sind die eine Sache. Die Power der Oberhitze ist aber ebenfalls ideal dazu geeignet, im Handumdrehen ein kleines, edles Gericht mit Garnelen zu zaubern.

Es eignet sich auch als Vorspeise sowie als Begleiter zu einem Glas Weißwein. Wir zeigen dir hier, wie White Tiger Garnelen im Oberhitzegrill gelingen und welche Vorbereitungen erforderlich sind.

Verwende frische, ganze Garnelen

White Tiger Garnelen bekommst du aus dem Wildfang oder von einer Garnelen-Farm, die es inzwischen auch in Deutschland gibt. Im Handel findest du sie naturbelassen mit Kopf, Darm und Schale sowie fix und fertig vorbereitet.

Letzteres – meist aus der Tiefkühltruhe sowie oft mit Wasser überzogen – ist zwar mit weniger Arbeit verbunden, wird beim Grillen aber kaum in ein kulinarisches Highlight verwandelbar sein. Für einen so außergewöhnlichen Genuss ist es unbedingt empfehlenswert, ganze Garnelen zu verwenden und ein paar Minuten in die Vorbereitung zu investieren.

Mit oder ohne Schale in den Grill?

Zunächst triffst du die Entscheidung, ob du die Garnelen im Oberhitzegrill mit oder ohne Schale zubereiten willst. Manche ziehen es vor, sie mit der Schale unter die Hitze zu legen. So sollen die Garnelen geschützt vom Panzer innen saftiger bleiben. Diese Methode hat aber gleich mehrere Nachteile:

  • Das Entfernen des Darms ist aufwändiger.
  • Der Chitinpanzer verbrennt leicht.
  • Du kannst nur schwer den optimalen Garpunkt bestimmen.
  • Wenn die Garnelen aus dem Grill kommen, müssen sie sofort, heiß wie sie sind, geschält werden.

Darüber hinaus geht es hier um eine Verweildauer der White Tiger Garnelen im Oberhitzegrill von wenigen Minuten, in denen sie ungesalzen kaum Saft verlieren. Es ist also sinnvoll, sie vor der Zubereitung von Kopf und Schale zu befreien.

Den Darm solltest du in jedem Fall entfernen, da er den Geschmack der Garnelen im Oberhitzegrill verderben kann. Schau hier genau nach: Manche Garnelen haben zwei Därme.

Tipp:

Während sich die White Tiger Garnelen zum Kochen weniger eignen, kannst du Kopf und Schalen in einem geeigneten Beutel aufheben, einfrieren und später als Grundlage für einen Garnelenfond verwenden. Die Därme sind dafür allerdings nicht nutzbar.

Die Rosmarin-Thymian-Marinade à la Provence

Fehlt nur noch eine Marinade, die mit den Garnelen im Oberhitzegrill harmoniert und aromatische Akzente setzt. Für sie benötigst du ein Rosmarin-Thymian-Öl sowie den Saft einer Zitrone. Das Öl kannst du im Vorfeld leicht selber herstellen. Nimm dazu einfach:

  • 300 ml Olivenöl
  • 1 Zweig Rosmarin
  • einige Thymianzweige
  • 3 geschälte und halbierte Knoblauchzehen
  • 1 Teelöffel ganzer schwarzer Pfeffer

Gib alles in eine fest verschließbare Flasche und lass den Aromen mindestens eine Woche Zeit, sich an einem kühlen und dunklen Ort jedoch nicht im Kühlschrank zu verbinden.

Aufgrund der sehr kurzen Garzeit ist es möglich, dass auch ein geschmacksintensives, extra natives Olivenöl die sehr hohen Temperaturen übersteht, ohne durch das Überschreiten des Rauchpunkts bitter zu werden. Sicherer ist es jedoch, ein temperaturbeständigeres, raffiniertes Olivenöl zu wählen.

Zwischen 30 Minuten und 12 Stunden marinieren

Für die Marinade verrührst du drei Esslöffel deines Rosmarin-Thymian-Öls mit dem Saft einer Zitrone. Jetzt kommen zehn bis 12 unmittelbar vorher vorbereitete Garnelen in einen verschließbaren Behälter. Die Marinade gibst du darüber und wälzt die Garnelen darin. Je nachdem wie intensiv die Marinade die Garnelen beeinflussen soll, lässt du den geschlossenen Behälter unterschiedlich lange im Kühlschrank.

Nach einer halben bis einen Stunde gewinnen sie eine dezente Note. Nach einem ganzen Tag werden die Kräuter-Knoblauch-Aromen deutlicher – insbesondere, wenn du frische Thymian- und Rosmarinzweige dazu gibst. Damit solltest du jedoch sparsam umgehen. Hauptakteur sind schließlich die White Tiger Garnelen.

Tipp:

Es reicht aus, wenn genügend Marinade vorhanden ist, um die Garnelen von allen Seiten zu benetzen. Marinaden dienen zum Aromatisieren. Die Garnelen sollen nicht darin schwimmen.

White Tiger Garnelen im Oberhitzegrill: Stars wollen Aufmerksamkeit!

Jetzt ist es soweit: Deine Garnelen sind bereit für ihren Aufenthalt im gut aufgeheizten Oberhitzegrill. Gib sie dazu inklusive eventuell verbliebener Marinade in die Grillschale. Ideal ist eine Schiene oberhalb des unteren Viertels bis zur Mitte oder wenig darüber.

In jedem Falle beanspruchen die White Tiger Garnelen im Oberhitzegrill deine volle Aufmerksamkeit. Nach etwa anderthalb Minuten kannst du die Garnelen wenden. Jetzt kommt es darauf an, genau den Punkt abzupassen, an dem die Garnelen im Oberhitzegrill optimal gegart sind. Dabei hilft dir der hohe Eiweißgehalt von knapp 19 Prozent.

Siehst du nämlich an der ersten Stelle etwas Eiweiß austreten, nimm die Schale sofort aus dem Grill. Wenige Sekunden später ist der ideale Garpunkt überschritten. Insgesamt wird die Garzeit kaum mehr als drei Minuten betragen.

Minimalismus beim Anrichten

Richte die White Tiger Garnelen auf einem Teller an und beträufel sie mit ein paar Tropfen Zitronensaft. Wenn du möchtest kannst du jetzt auch etwas Salz und weißen Pfeffer aus der Mühle hinzu geben.
 
Als Deko bietet sich ein frischer Rosmarinzweig an. Zu den Garnelen im Oberhitzegrill passen geröstete, mit Knoblauch eingeriebene Baguette-Scheiben und natürlich ein Glas von deinem Lieblings-Weißwein.