Pizzastein im Smoker Grill

Immer mehr Grill- und Smokerfreunde möchten neben klassischem Grillgut wie Wurst, Steaks, Gemüse oder „long Jobs“ wie Spare Ribs, Pulled Pork oder Beef Brisket auch mal etwas Außergewöhnliches auf ihrem Grill oder dem Smoker zubereiten. Was bietet sich da mehr an als eine selbstgemachte italienische Pizza?

Das haben wir uns auch gefragt und es vor einiger Zeit einfach mal selbst ausprobiert. Man braucht dazu nicht mehr als einen geschlossenen Grill mit Deckel, wie zum Beispiel einen Kugelgrill oder einen Smoker. Wichtig dabei ist, dass man zum Ausbacken der Pizza einen Pizzastein einsetzt.

Wir selbst haben versuche mit einfachen Backblechen oder ähnlichem gemacht, leider zeigte sich dabei, das nur der Pizzastein eine sehr gleichmäßige Temperaturverteilung erzeugt und das Pizzabacken im Grill oder im Smoker so perfekt funktioniert.

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Letzte Aktualisierung am 24.06.2019 um 20:45 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Klar kann man Pizza auch im normalen Backofen machen, doch im Grill oder im Smoker ist es möglich viel höhere Temperaturen von 350 °C bis 400 °C oder mehr zu erreichen. Klar für diese Temperatur muss man ganz schön heizen und auch nicht jeder Grill oder Smoker ist dafür unbedingt geeignet – wir hatten jedoch noch kein Problem. Besonders überrascht hat uns jedoch der Geschmack – die Pizza schmeckt wie in Italien, frisch aus dem Steinofen, einfach herrlich.

Vermutlich liegt der deutlich bessere Geschmack zum einen am verwendeten Holz oder an der Holzkohle und zum anderen an der sehr hohen Temperatur. Diese sehr hohe Temperatur in einem Bereich von 350 °C bis 400 °C sorgt dafür das die Pizza nur wenige Minuten benötigt um den perfekten Garpunkt zu erreichen. Zudem sorgen die hohen Temperaturen dafür, das der Belag der Pizza zwar kurzfristig einer sehr hohen Temperature ausgesetzt wird, dafür jedoch nur relativ kurze Zeit und so die Zutaten wirklich gebacken werden und nicht gekocht.

Des Weiteren bewirken die hohen Temperaturen in einem Bereich von 350 °C bis 400 °C dafür, das sich die charakterlichen Röstaromen bilden können und so der echte Steinbackkofen-Geschmack erzeugt wird. Zudem darf nicht vergessen werden, das der Pizzastein auch immer etwas Feuchtigkeit aufnimmt, was teils auch für den besonderen Geschmack sorgt.

Räucherchips beim Pizzabacken

Wer mag und möchte kann der Pizza auch noch eine feine Rauchnote verleihen. Dies gilt insbesondere für Grill- und Smokerfreunde, welche mit Gas heizen. Man hat so die Möglichkeit noch eine feine Rauchnote nach Wunsch an die Pizza zu bringen. Wir haben dabei bisher äußerst gute Erfahrungen mit Kirschholz machen können.

Dieses Holz hat ein sehr liebliches und süßen Aroma – welches unserer Meinung nach perfekt zu Pizza passt. Dazu gibt man die Räucherchips an eine vom Grill oder Smoker vorgesehen Stelle und lässt Räucherchips dort das Aroma freisetzen. Man kann die Räucherchips aber auch auf ein Stück Alufolie neben dem Pizzastein legen. Sollte man die Räucherchips direkt auf die Glut legen, so empfehlen wir diese vorher zu Wässern.

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Was zeichnet einen guten Pizzastein für den Grill aus?

Die Verwendung von Pizzasteinen liegt einer sehr langen Tradition zu Grunde. In der Regel werden Pizzasteine aus Schamott-Stein, Ton oder Keramik gefertigt. Es gibt aber auch durchaus Pizzasteine die aus anderen Materialen herstellt werden. Dabei ist zu beachten, dass diese vor allem sehr offen und meist grobporig sind. Möchte man es traditionell und langlebig, dann sollte man auch einen Pizzastein aus Stein wie zum Beispiel Schamott setzen – aber auch andere Steinarten und Zusammensetzungen müssen nicht schlecht sein.

Doch warum soll ein Pizzastein offen und grobporig sein? Dies ist darin begründet, das die Pizza selbst recht viel Feuchtigkeit enthält, welche ihr selbst beim Backen entzogen wird und werden muss. Einen Teil dieser Feuchtigkeit wird meist vom Pizzastein selbst aufgenommen, da es ansonsten unterhalb der Pizza meist keine Möglichkeit für die Feuchtigkeit gibt,  zu entweichen. Dies ist unserer Meinung nach auch mit eine der wenigen Möglichkeiten, wie eine Pizza schön kross wird. Kann keine Feuchtigkeit aus der Pizza und im speziellen dem Teig entweichen wird der Pizzateig sehr matschig und alles andere als lecker.

Verfärbt sich der Pizzastein im Laufe der Zeit sollte man sich davon auf keinen Fall nervös werden lassen oder bedenken zur Qualität äußern. Diese Pizzasteine bestehen in der Regel aus natürlichen Materialen die im Grill oder im Smoker wirklich sehr hohem thermischen Belastungen ausgesetzt sind. Selbst der Stahl eines Grills oder Smokers verfärbt sich teils im Laufe seines Lebens. Solange es sich hierbei also nur um leichte Verfärbungen handelt ist unserer Meinung nach alles in Ordnung. Man sollte hierbei jedoch darauf achten, dass es sich nicht um Schimmel handelt.

Wir empfehlen den Pizzastein daher nach dem „Backen“ immer ordentlich zu pflegen. Im Bild sieht man einen neuen Pizzastein, welcher sich bereits nach ca. 1 Stunde im Smoker Grill leicht verfärbt hat.

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Den Pizzastein im Grill oder im Smoker richtig nutzen

Die Verwendung eines Pizzasteins im Grill oder im Smoker ist sehr leicht. Grundsätzlich sollte man sich darüber im Klaren sein – wer Pizza im Grill oder Smoker machen möchte muss für ordentliche Temperaturen sorgen. Was dem einen oder anderen Grillfreund mit einem Gasgrill sicher nur ein müdes Lächeln über den Mund laufen lässt, kann für den Grillfreund bei der Verwendung von Holzkohle oder echtem Holz schon etwas mehr Arbeit bedeuten.

Weber 17057 Pizzastein*
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Der Pizzastein sollte von Beginn an oder sehr Zeitnah mit aufgeheizt werden, da der Pizzastein auch einige Minuten benötigt um ausreichend Energie aufzunehmen und speichern. Die Angaben hierzu sind von Pizzastein zu Pizzastein sehr unterschiedliche und hängen auch vom Temperaturbereich ab, den man erreichen möchte. Grundsätzlich sollte man jedoch schon etwa 30 Minuten Zeit einplanen bis man einen Kugelgrill gleichmäßig auf Temperaturen von etwa 350 °C bis 400 °C hat. Dabei sollte man beachten, dass man bei der Verwendung von Holzkohle oder Holz gegebenenfalls von Zeit zu Zeit neues Holz oder Holzkohle nachlegen muss.

Ist die Temperatur erreicht kann das Pizzavergnügen auch schon starten. Zur Kontrolle der richtigen Temperatur empfehlen wir ein Thermometer am Grill. Oft sind Grills und Smoker Grills jedoch eh von Werk aus mit einem Thermometer ausgestattet. Beim Pizzateig sollte man darauf achten, dass dieser nicht zu sehr klebt und ausreichend Mehl eingesetzt wird, sodass die Pizza nicht am Pizzastein festkleben kann.

Zu unserem Blog über Grill-Thermometer

Vorteile von Pizzasteinen aus Naturstein

  • Solche Pizzasteine haben große und offene Poren, die überschüssige Feuchtigkeit sehr gut aufnehmen können. Dies ist insbesondere für den Geschmack des Pizzabodens sehr wichtig
  • Pizzasteine aus Naturstein haben sehr gute Wärmespeichereigenschaften, sodass hier zum einen Energie gespart, aber auch sehr gleichmäßig an die Pizza abgegeben werden kann
  • Die Verwendung von Pizzasteinen aus Naturstein ist sicherlich wesentlich gesünder, da es sich hierbei in der Regel um unbelastetes und vor allem natürliches Material handeln sollte.

Aus welchem Material werden Pizzasteine hergestellt

Generell kann man am Markt beobachten, das Pizzasteine aus vielen unterschiedlichen Materialen hergestellt werden. Dazu zählen unter anderem Keramik, Speckstein, Cordierit, Schamott oder andere natürliche Materialen wie Ton, Terrakotta der auch Granit.

All diese Materialen sind für die Verwendung als Pizzastein grundsätzlich geeignet. Unterscheiden tun sich diese lediglich in der Größe der Poren, der Wärmespeicherung oder im Preis. Einige Materialen wie Cordierit können heutzutage sogar mit einer Glasur gekauft werden, sodass die Reinigung besonders leicht ist. Hierbei sollte man jedoch beachten, das Pizzasteine mit Glasur meist kaum noch Feuchtigkeit über die Poren aufnehmen können, was sich unter Umständen sehr negativ auf das Backergebnis auswirken kann.

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Rund oder eckig? Welcher Pizzastein passt

Am Markt findet man runde und eckige Pizzasteine in vielen unterschiedlichen Größen und Dicken. Für welchen Pizzastein man sich entscheidet hängt vor allem davon ab, welche Pizzagröße man erzielen möchte und wie groß der Grill oder der Smoker ist. Einige Grills oder gerade Smoker bieten wirklich große Grillflächen, sodass der Einsatz eines großen oder sogar zwei normalen Pizzasteinen in der Regel kein Problem ist. Beim normalen Kugelgrill würden wir zu Verwendung eines runden Pizzasteins raten. Generell kann man sagen -> rundes Grillrost = runder Pizzastein. Hat man einen eckigen Grillrost kann man sich ruhig entscheiden ob rund oder eckig – das liegt unserer Meinung nach wirklich bei den persönlichen Vorlieben.

Video: Westmünsterland BBQ 52 – Pizza vom Grill, Pizzastein-Test

Videoquelle: YouTube – Westmünsterland BBQ

Tipps & Tricks zum Pizzastein

Vorheizen den Pizzastein

Der Pizzastein sollte so früh wie möglich mit auf den Grill oder in den Smoker damit dieser sich langsam aufheizen kann. Es ist dringend davon abzuraten den Pizzastein in den bereits heißen Grill oder Smoker zu geben. Sicherlich kann man Glück haben, doch wahrscheinlich wird der Stein dann reißen oder beschädigt werden. Man sollte dabei bedenken, dass sich hier um ein natürliches Material handelt welches unter Umständen unter Spannung steht.

Den Pizzastein auf das Rost legen

Viele Fragen sich bei der Verwendung des Pizzastein, wie sie den Pizzastein im Grill oder im Smoker befestigen können. Die Lösung hierfür ist sehr einfach. Der Pizzastein wird lediglich auf das Grillrost gelegt. Aber auch hierbei sollte man darauf achten, dass der Pizzastein möglichst früh auf das Grillrost gelegt wird, sodass es zu keinen Spannungsschäden am Pizzastein kommt.

Backpapier auf dem Pizzastein

Nein bitte nicht – kein Backpapier auf dem Pizzastein verwenden. Dies führt dazu, das die Saugfähigkeit des Pizzasteins nicht mehr greifen kann und eine wesentliche Eigenschaft beim Pizzastein plötzlich fehlt. Lieber etwas üben und den Teig anpassen, sodass dieser nicht am Pizzastein festkleben kann. Durch den Einsatz von Backpapier kann man sich unserer Meinung nach sehr viel Geschmack zunichtemachen.

Aktualisiert am: 26.03.2018